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Felsenlöcher

© 2002-2007 Thomas Baer, Andreas Schweizer, Walter Bersinger.
Textausschnitte und Bilder der Beiträge auf den Felsenloch-Seiten dürfen nicht ohne Rücksprache mit den Autoren in eigenen Werken verwendet werden. (Kontakt: thomas.baer at bluewin.ch)

An je zwei Tagen in jedem Jahr scheint die Sonne kurz vor ihrem Aufgang so durch das Martinsloch bei Elm, dass der Kirchturm von Elm beleuchtet wird. Alle acht bis elf Jahre, abwechselnd im Frühling und Herbst, kann etwas später auch der Vollmond durch das Loch beobachtet werden. (Informationen, Bildgalerie, Karten 2007, Flyer)

In Bergün (Bravougn) im Albulatal liegt ziemlich genau im Südwesten des Dorfes der 3339 m hohe Piz Ela. Etwa 20 m unter dem Gipfel befindet sich eine etwa 2.5 Meter hohe und 5 bis 6 Meter breite Öffnung im Fels. Zweimal im Jahr scheint die Sonne durch dieses Loch, das romanisch "Fora digl Ela" genannt wird. (Informationen, Bildgalerie, Karten 2004)

Im Kanton Glarus gibt es gleich noch ein zweites "Sonnenloch", durch welches das Tagesgestirn regelmässig einen Lichtkegel auf das Gelände projiziert. Es befindet sich am Mürtschenstock auf rund 2021 m. ü. M, etwa 31 m unter dem Grat. (mehr, Das Geheimnis des Mürtschenfensters)

Das Grindelwaldner Martinsloch oder Heiterloch befindet sich am steil gegen den unteren Grindelwaldgletscher abfallenden Mittellegigrat. Auch hier scheint die Sonne zweimal im Jahr auf das Gelände um die Kirche von Grindelwald, und zwar am 13./14. oder 15. Januar und am 26./27. oder 28. November gegen 12.35 Uhr MEZ, respektive gegen 12.20 Uhr MEZ im November. (mehr)

Auch in den Kreuzbergen des Alpsteingebirges gibt es drei Sonnenlöcher, welche von der Roslenalp aus zu sehen sind. Zwischen Mitte September bis Mitte November scheint die Sonne durch die senkrecht stehenden Felsöffnungen, von denen die höchste ca. 12 Meter misst. Von der "Bolenwis" am Fälensee gelangt man via Saxerlücke in das nach Süden verlaufende Tälchen. Das Sonnen-Ereignis soll man bequem vom Wanderweg aus etwa gegen 10:18 Uhr MESZ beobachten können. (mehr, Die lange Suche nach dem günstigen Standort)

In den Freiburger Alpen erstreckt sich südlich von Jaun über eine Länge von rund 15 km die Gastlosen-Kette. Die aus 61 Gipfeln und Nebengipfeln bestehende Kalkfelsklippe ist im Bereich der Sattelspitzen (2124 m ü. M.) natürlich durchbrochen. Durch das 5 m breite und 20 m hohe Grossmutterloch scheint die Sonne in den ersten Februarwochen vor Mittag und im November.

Die kleine Gemeinde St. Lorenz im Salzkammergut (Österreich) liegt am westlichen Ufer des Mondsees. Im Südwesten erhebt sich die Drachenwand, in der knapp unter dem Grat eine natürliche Felsöffnung liegt, durch welche die Sonne zweimal im Jahr auf die St. Lorenz-Kirche scheint. (mehr)

Im Salève-Massiv südsüdwestlich von Genf gibt es ein weiteres Sonnenphänomen, über dessen genaues Datum und Zeitpunkt dem Autor bislang keine Angaben vorliegen. Das "Trou de la Tine" gleicht der Form nach einer überdimensionierten Tabakpfeife; es handelt sich um einen topfartigen Schacht von ca. 50 m Tiefe, welcher zu einer 30 m im Querschnitt messenden Tagöffnung in einer Felswand führt. (mehr)